Ruderwanderfahrt Mirow
Ruderwanderfahrt Mirow

4 Tage im Juni: Ruderwanderfahrt der Trainingsgruppe in und um Mirow vom 10.-14. Juni 2026
Reisedaten:
Entfernung Bremen-Mirow: 360 km
Wanderfahrtruderkilometer: ca. 74
Boote: vorwiegend geklinkerte Vierer: „Deutschland“, „Daressalam“, „Hansa Union“ und die „Leppin“ (3x+)
Licht: vorwiegend zwischen 500 und 600 Nanometer (blau und grün dominierte)
Wetter: norddeutsch
Das Wort „Mirow“ kommt aus dem slawischen und bedeutet in etwa „Ruhe“ und „Frieden“. Mirow, ein Städtchen im Süden der mecklenburgischen Kleinseenplatte, war Ausgangspunkt für die Wanderfahrt der Trainingsgruppe des RV OSCH im Juni 2026.
15 Ruderer durften mitfahren, 3 gesteuerte Vierer wurden uns vom Ruderclub Mirow zur Verfügung gestellt.
Anne hatte alles sorgfältig geplant und vorbereitet, hatte im Ferienpark Mirow 3 Holzhäuser angemietet, sodass wir alle einen Schlafplatz hatten.
Am 10. Juni reisten wir in Privat-PKWs an, und am frühen Abend gab es schon ein erstes gemeinsames Essen, kombiniert mit der Ruderplanung für den nächsten Tag.
Unterbesetzt (Hübi (= Werner) sollte erst am Donnerstag ankommen) fuhren wir von Mirow nach Norden über den Mirower See, das Granzower Möschen, den kleinen und den großen Kotzower See, den Leppinsee und den Waterfitzsee bis zur Boeker Mühle.
Von hier käme man mit Umtragen in den Bolter Kanal und dann in die Müritz – aber das wollten wir gar nicht. Denn: Beim Müritz-Fischer kehrten wir ein und probierten von dem, was Seeadler, Gabelweihe und Fischreiher übriggelassen hatten. Ganz oben stand für die meisten von uns der frisch geräucherte Saibling.
Die Gegend war eigentlich zu schön, um sie beschreiben zu können. Eine Amphibien- und Wasserwelt mit Schilf- und Seerosenzonen, die Verbindungen zwischen den einzelnen Seen mit einem grünen Blätterdach, und der Himmel an diesen hellen, langen Tagen: ein dramatisches Wolkenspiel, zunächst sogar noch ohne Niederschlag.
Abends: Gemeinsames Grillen im Garten von Haus Wildgans – hier stand das Rinderfilet neben weiteren Köstlichkeiten ganz oben im Ranking. Geschmacksrichtung: vorwiegend umami.
Tag zwei führte uns dann nach Süden, am Fischereihof Mirow vorbei über die Hohe Brücke in den Zotzensee, dann durch den Vilzsee zur Fleether Mühle. Unser „extended“ Tagesziel, den Schwarzer Hof am Schwarzsee, sparten wir uns wegen heftigen Westwindes für eine zukünftige Fahrt auf.
Der Klinker-Vierer „Daressalam“ fiel an Tag 2 endgültig in Ungnade, dankenswerterweise wurde das Boot gegen einen sportlicheren Dreier ausgetauscht, zumal wir wieder in Unterzahl fahren mussten: Hübi war zwar eingetroffen, aber Monika wollte wegen Erkältung lieber an Land bleiben und von dort die Gegend erkunden.
Schon nach dem Abendessen in der Alten Mirower Schloßbrauerei wurden wir von einem Regenschauer überrascht. Wegen des Windes und des zu erwartenden Regens fuhren wir am dritten Tag nochmals nach Norden. Iris fand ihren Handschuh wieder, den sie beim Fischer verloren hatte, und auf der Rücktour erlebten wir tatsächlich Starkregenwetter vom Feinsten: Nass bis auf die Haut erreichten wir „unseren“ Gastgeberruderverein in Mirow, wurden dort bereits erwartet und konnten die Boote zurückgeben. Anne hatte als Dankeschön einen Torfkahnmodell als Präsent mitgebracht und konnte das dem gerührten Vorsitzenden in einer Regenpause übergeben.
Und das war’s schon: Wie die Zeit vergeht.
Nach einem Fischdinner und guten Gesprächen bis in die Nacht mussten wir am 14. Juni Abschied nehmen: Die Trainingsgruppe verabschiedete sich in alle Himmelsrichtungen: Katrin und Enno nach Rheinsberg, Sylke nach Berlin, die anderen fuhren nach Hause, mit vielen guten Erinnerungen und durch die vielen Bilder prallgefüllten Handyspeichern.
Danke an alle, die einen Beitrag zu dieser schönen Wanderfahrt geleistet haben, vor allem an Anne für die vorzügliche Organisation. Ich glaube, wir kommen noch mal wieder – es gibt noch sooo viel zu entdecken.
Dr. Heiner Wenk












































