Unterwegs auf den Weser-Wellen

Über den eigenen Tellerrand zu schauen, tut immer gut. Dank Brigitte, unserer Profi-Netzwerkerin und ebenso versierten Steuer-Fachfrau mit glänzenden Kontakten zu den Rudervereinen der Welt und vor allem der Weser, hatten sieben Frauenzimmer von der Hamme, verstärkt auf Platz eins durch ein weibliches Weserkind vom Bremer Ruder-Club Hansa, im reinen Frauen-Power-Achter nun einmal die tolle Gelegenheit, Weserwellen zu schnuppern. Ein Geschenk des Himmels war natürlich dieser selbst: wie von Zauberhand verflüchtigten sich die bis dato dicken und drohenden Regenwolken, und einer unbeschwerten Fahrt ins Freie auf „offener See“ stand nichts mehr im Weg.

Wellenreiten „dank“ dicker Pötte

Dank Hochwasser konnten wir das Boot nahezu eben zu Wasser lassen und hinterher ebenso locker wieder hochziehen. Welch unglaubliches Gefühl, in so einem lang gestreckten Holzboot zu sitzen und die Stadtkulisse unserer schönen Weser-Metropole sanft vorbeigleiten zu sehen. Erst ging es Richtung Weserwehr, ganz nah vorbei am Weserstadion, nach der Wende dann vorbei an der Schlachte in Richtung Eisenbahnbrücke und wieder zurück zum Steg. Was für ein vergleichsweise harmloses Ruderrevier wir doch mit der Hamme haben, bekam man immer dann zu spüren, wenn dicke Pötte an uns vorbeizogen und man dann eine Weile schaukelnd die Wellen reiten muss. Seekrank ist zum Glück aber niemand geworden … 

Brigitte gab sich alle Mühe, ihre Trainingsbefehle so laut wie möglich durchzugeben, damit auch Platz eins noch „hellhörig“ wurde. Gegen den Wind war das schon recht anspruchsvoll. Aber im Zweifel orientierte man sich einfach an der Vorderfrau, das Boot lief jedenfalls gut – Steuer- und Schlagfrau waren in ihrem kritischen Urteil anschließend erfreulich einstimmig.

„Richtig beseelend“

Nicht unterschlagen werden soll, dass auch drei mutige männliche Hamme-Ruderer zeitgleich im Sportboot die Weser erkundeten, gesteuert von einem erfahrenen jungen Hansa-Mitglied. „Das war richtig beseelend“: Dieser Beschreibung von „Hübi“ ist wohl nichts hinzuzufügen. So haben wir es alle empfunden an diesem wundervollen Freitagnachmittag und zehren davon sicher noch länger. Dank an Brigitte für dieses gelungene Netzwerk-Geschenk und auch natürlich an den Hansa-Club für die tolle Gastfreundschaft! Hungrig musste übrigens auch niemand nach Hause gehen: die anschließende Pizza in der Vereinsgaststätte mundete nach dem sportlichen Erlebnis natürlich prächtig und eignete sich durchaus zum Weitersagen.

Text: Birgitta vom Lehn