OSCH1 holt mit der Peter Krüger den Pokal

Sieg für den RVOsch bei der Regatta „Rund um die Strohauser Plate“ am 9.8.2025

Es war ein Sieg mit Ansage: Jenny wollte unbedingt gewinnen. Nach erfolgreicher Teilnahme am Oste-Marathon wollte sie es auf der Regatta „Rund um die Strohauser Plate“ wieder wissen, und so bildete sich in einer Vorbesprechung im Bootshaus um Jenny Bredull schnell ein „Sieger-Team“ mit Brigitte Haase, Anne Hübner, Lars Appel und Achim Eberhard (vom BRC), das in der betagten, schweren, aber schnellen „Peter Krüger“ an den Start gehen wollte, ein „Fototeam“ bildete sich um Werner Hübner („Hübi“) mit Enno Strehl, Holger Zimmer, Jörg Fanelli und Heiner Wenk, die sich die Kiebitz ausgesucht hatte.


Wegen der zu erwartenden Wellen auf der Weser wurden unter der Leitung von Wolfdietrich Boos, der wegen einer Erkrankung an der Regatta leider nicht teilnehmen konnte, Bugabdeckungen angefertigt, die in Nordenham allseits mit viel Lob bedacht wurden: „Leicht und schick!“

Nach ausgiebigen Präliminarien, inclusive Bootstaufe und Ansprache vom Vorsitzenden Christoph Heilscher, und vom Bürgermeister, konnte es losgehen: Die knapp 20 Boote mussten über den Steg in die Weser gebracht werden, was deutlich mehr als eine Stunde in Anspruch nahm. Endlich fiel gegen 14 Uhr bei herrlichem Sommerwetter, Sonne und leichtem Wind der Startschuss.

Mit gerade noch auflaufendem Wasser ging es die Weser hinauf, Steuermann Hübi kommentierte die Bootsfahrt gekonnt nach Reiseleitermanier: „Wir überkreuzen gerade den Wesertunnel – auch ein komisches Gefühl!“. Dann, nach der Passage des Kernkraftwerks Esenshamm, die Einfahrt in die Schweiburg, den Weserseitenarm. Hier gab es keine Strömung mehr, und die Kiebitz machte den ersten Steuermannswechsel. Prompt wurden wir überholt, und von der pfeilschnellen „Peter Krüger“ war schon gar nichts mehr zu sehen.


Nach der Passage des Strohauser Sieltiefs und des Absersiels (hier gibt es einen Hafen) ging es zurück auf die hier schon einen Kilometer breite Weser, nachdem auch der zweite Steuermannswechsel problemlos geklappt hatte. Vor uns lagen Sandstedt, der Harriersand und Hafenkräne von Brake – aber wir machten uns nun auf den langen Ritt zurück nach Nordenham: Zum Glück mit nun ablaufendem Wasser, das uns unterstützte. Große Schiffe, hohe Wellen, die höchsten kamen von der „Oceana“ – ein nasser Gruß aus Bremen. Noch nie hatte ich so gute Assoziationen zur Atomindustrie: „Wenn wir das Kernkraftwerk erreicht haben, sind wir fast da!“


Und so war’s dann auch, gezogen von der Strömung: „Noch 10 Schläge“, hörten wir bald von Steuermann Enno, der stolz unsere Startnummer 7 der Regattaleitung entgegenreckte. Wir waren durch. Beim Anlegen empfängt uns eine strahlende Jenny, die -bereits geduscht- fragt: „Wisst Ihr es schon? Wir sind ERSTER!“


So konnte tatsächlich die Mannschaft OSCH1 von Christoph Heilscher den Pokal in Empfang nehmen. Üblicherweise gewinnt ja eine Mannschaft aus Hannover, aber dieses Mal ist alles anders, hieß es, und die Teilnehmer*innen aus Aachen, Karlsruhe, Amerika und Kuba hatten was zu staunen.

Es war für uns alle ein begeisternder Tag: Begeisterung über den Sieg, über die hervorragende Organisation vor Ort und daheim, und über die herrliche amphibienartige Flusslandschaft an der Unterweser.

Wenn das Peter Krüger wüsste…

Text: Heiner Wenk

Bilder: Achim Eberhard, Anne Hübner, Werner Hübner